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Vergessen: Das Café Warschau an der Ost-Berliner Karl-Marx-Allee

Letztens entdeckte ich auf Tumblr diese Ansichtskarte vom Café Warschau in der damaliger Ostberliner Stalinallee (heute Karl-Marx-Allee). Es zeigt den Garten des Cafés links neben dem Gebäudekomplex Block D an der Ecke der Straße der Pariser Kommune/Friedensstr. an einem Frühlingsnachmittag 1958. Am 1. Mai 1953 wurde das Café Warschau eröffnet.

Mir war die Größe und Bedeutung dieses Cafés nicht ganz bewusst: Im Café Warschau konnten auf zwei Stockwerken bis zu 400 Gäste versorgt werden, dazu nochmal im Sommergarten 200 Leute. Ein Riesending!

Das Café Warschau wurde von der HO als Kaffeehaus (Spezialität “Warschauer Torte” mit Mandeln und Nüssen) und als Speise- und Gaststätte betrieben (HO-G). Es arbeiteten hauptsächlich polnische Köche und Kellnerinnen dort, die ihren Gästen polnische Speisen servierten. Zudem war das Warschau auch als Tanzgaststätte drinnen und draußen mit dem großen Open-Air-Bereich bis 1989 beliebt.

Dann kam die Wende und: vorbei. Sang- und klanglos.

2011 ist dort das Computerspiele Museum eingezogen. Den ersten Stock bezog im Jahre 2005 die Arbeiterwohlfahrt, fügte Einbauten hinzu und entfernte die Original-Austattung (und hat sie hoffentlich gesichert!). Im Garten vor dem ehemaligen Café gibt es seit 2003 eine Strandbar.

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